3.7. Eingewöhnungszeit
Der Eintritt des Kindes in die Tagespflegegruppe hat für viele Eltern und Kinder den Charakter der Erstmaligkeit. Für die Familie ist es etwas Neues, das eventuell mit Unsicherheit behaftet ist. Um die Trennungssituation von der Familie gut zu gestalten und das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen, ist eine behutsame Eingewöhnung in die Gruppe notwendig. Dies geschieht durch die Anwesenheit einer Bezugsperson. Ziel der Eingewöhnung ist, dass sich das Kind am Ende der Schlussphase wohlfühlt, es exploriert, es erforscht und seine neue Umgebung erkundet, uns als sichere Bezugspersonen annimmt und nachhaltig von uns trösten lässt. Die Eingewöhnung wird in Anlehnung an das Berliner Modell gestaltet. In der Regel dauert sie zwischen 3 bis 4 Wochen. Es kann aber sein das es eine kürzere oder längere Zeit in Anspruch nimmt.
In den ersten Tagen kann das Kind von einem Elternteil in die Gruppe begleitet werden. In dieser Zeit verhält sich das Elternteil passiv im Hintergrund, ist jedoch mit im Raum. Nach und nach werden die Zeiträume, die das Kind alleine in der Gruppe verbringt, größer – in enger Vernetzung mit den Eltern und bei voller Rücksichtnahme auf das Kind. Ein vertrauter Gegenstand wie z.B. ein Kuscheltier, Schnuller etc. sind von Vorteil, denn so kann sich das Kind bei Belastung auch gut beruhigen was ihm die Eingewöhnung erleichtert. Feste Strukturen und Rituale im Alltag sind von besonderer Bedeutung, denn durch einen vorhersehbaren Tagesablauf wiegt das Kind sich in Sicherheit. Hier bestimmt es wie lange die Eingewöhnung dauert, ganz auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Um die Eingewöhnung etwas zu erleichtern werden im Vorfeld kleine „Trösterchen“ in der Form eines selbstgebastelten Fotobuches gestaltet.